Achtung Pollenflug

Endlich scheint die Sonne und das Thermometer klettert auf Terassen-Temperaturen. Doch die aggressiven Flugpollen verleiden vielen Heuschnupfen-Geplagten die Freude an der frühlingsblühenden  Naturexplosion. Ayurvedische Soforthilfe-Maßnahmen können nun die Reizungen der Schleimhäute und des Immunsystems lindern.Unbekanntes Objekt

Wer unter Heuschnupfen leidet, der schaut dem Sommer mit gemischten Gefühlen entgegen. Einerseits freuen wir uns, dem winterlichen grau zu entschwinden, anderseits ist die aufblühende Natur eine Qual: Fließschnupfen, Niesattacken, Augentränen und –Jucken, geschwollenen Augenlider, Halskratzen, Atemnot, Kopfschmerzen, Schlafstörungen und vieles mehr belasten das Wohlbefinden und lassen uns in geschlossene Räume flüchten.

Je nach Konstitutionsprägung neigen wir dabei zu unterschiedlichen Symptomen:
  • Zu viel Vata schwächt das Immunsystem und fördert allergischen Reaktionen. Der typische Vata-Heuschnupfen ist meist von trockenen und gereizten Schleimhäuten, Halsweh und nervöser Erschöpfung geprägt.
  • Zu viel Pitta zeigt sich vor allem in empfindsamen und brennenden Augen, Augentränen und Kopfschmerzen
  • Zu viel Kapha führt in Kombination mit Vata meist zu Symptome wie Fließschnupfen, Schwellungen, Juckreizungen, Atembeschwerden und allgemeiner Müdigkeit

Die traditionelle Behandlungsform der Ayurveda-Medizin all dieser Beschwerden ist eine Pancakarmakur sowie die Einnahme von Shalaki (Weihrauch). Für den Hausgebrauch sind als Soforthilfe-Maßnahmen nun Ghee und Pippali gefragt. 

Mit regelmäßigem Ghee-Nasya werden die Schleimhäute geschützt und entlastet: Dazu werden einfach 2-3 Tropfen Ghee (Butterfett) mit einer Pipette in die Nase eingeführt, um Niesattacken und Kopfschmerzen zu lindern. Die einfache Nasya-Behandlung kann gerne mehrmals täglich angewendet werden.

Für die Pippali-Kur sollte 1/4 Teelöffel des langen Pfeffers 2x täglich vor dem Essen mit warmem Wasser oder Honig eingenommen werden, um das Immunsystem zu stärken und das für die Beschwerden mitverantwortliche Ama auszuleiten.

Wer zudem noch seine Ernährung ein wenig optimieren möchte, der sollte eine Vorliebe für Reis-, Gersten- oder Hirseeintöpfe mit frischem Wurzel- und Blattgemüse entwickeln und eine Abneigung gegenüber saurer, schwerer und schleimiger Speisen (wie Käse, Eiscreme, Joghurt, saure Früchten). Besonders die Kombination von sauer, fermentiert und schleimig innerhalb einer Mahlzeit ist belastend für den Organismus, da es die Srotas (Zirkulationskanäle) blockiert und Kapha und Pitta erhöht.  Für den Alltag bedeutet dies, speziell während der Flugpollenzeit auf so leckere Sachen wir Erdbeeren mit Joghurt, Eiscreme mit Beerenfrüchten oder Tomaten mit Käse zu verzichten.

Als Alternative können aber viele andere typische Frühjahrs-Gerichte für die Gesundheit gegessen werden: Grüne Soße mit Kartoffeln, Pasta mit Bärlauchpesto, frisch gebackener Erdbeerkuchen  (ohne Sahne) sowie Spargel in allen Variationen. Und wenn wir dazu viel heißes, abgekochtes Wasser mit etwas Ingwer und Kurkuma trinken, lassen sich die blühenden Frühjahrstage beschwerdenfrei  noch besser genießen.

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