Dein Zuhause – Dein zweiter Körper

„Bleibt zu Hause“ ist das Motto der Zeit! Und auch wenn die meisten von uns beim Zuhausebleiben vor allem an Pandemie-Prävention und Shutdown denken, so ist die Wirkung der eigenen vier Wände auf Körper, Geist und Seele nicht zu unterschätzen.

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Vastu Shastra – Der Ayurveda des Wohnens

Aus Sicht des Vastu Shastra, dem Ayurveda des Wohnens, ist der Raum, in dem wir leben, wie ein zweiter Körper. Und so wie unsere Körperform, Größe und Proportionen ein Ausdruck unserer individuellen Konstitution (Prakriti) in seiner körperlichen und psychischen Qualität darstellt, so wirkt ist auch unser Haus/Wohnung als Hülle vom eigenen Selbst. 

Dabei gelten die gleichen Gesetzmäßigkeiten wie im Ayurveda: Positive Qualitäten verstärken das positive Wohlbefinden und negative Einflüsse verstärken Disharmonie und Krankheitsanfälligkeit. Es lohnt sich also mit ein paar Regeln des Vastu-Shastra, die Raum-Qualität des eigenen Heims zu verbessern, um sich damit beim vielen zu Hause sein etwas besonders Gutes zu tun.

Drei Vastu-Regeln für Dein Zuhause

1. Achte auf Deinen Herzraum

Jede Gemeinschaft braucht einen Ort zum Zusammenkommen und Wohlfühlen: Und so wie sich in einem Dorf alle auf dem Markt- oder Kirchplatz treffen, so braucht auch Deine Wohnung einen Herzraum, das sogenannte Brahmasthanam, von dem ausgehend sich die gesamte Energie entfalten kann. Denn ähnlich wie in unserem Körper zirkuliert auch in Räumen die Lebensenergie (Prana) vom Herz(-Raum) ausgehend durch den ganzen Körper und nährt dabei das seelische Wohl und ein liebevolles Beziehungsfeld zu sich Selbst und anderen. 

Im Sinne des Vastu Shastra sollten wir daraufhin auf einen freien Herzraum in der Mitte des Hauses achten. Wenn dieser – wie so oft – im Flur liegt und als Lagerfläche und Garderobe genutzt wird, helfen Umräum-, Aufräum- und Entrümpelungsaktionen, um einen offeneren Herzraum und damit einen besseren Energiefluss bzw. ein stärkeres Energie-Familien-Feld zu schaffen.

2. Kochen mit aufsteigender Sonnenenergie

Nicht nur leidenschaftliche Hobby-Köche verbringen gerade viele Stunden hinter dem Herd. Als zeitweilige Selbstversorger bestimmen wir nun mit dem, was wir kochen, wie wir kochen und wo wir kochen über Lebensqualität und Gesundheit. Und auch wenn viele von uns meist schon gut über die allgemeinen Ayurveda-Ernährungsregeln Bescheid wissen, so ist doch nur wenigen von uns bewusst, dass der Ort der Küche und die Ausrichtung des Herdes einen wichtigen Einfluss auf die elementare Qualität der Speisen hat.

Laut Vastu Shastra sollte die Küche optimaler Weise im Süd-Osten oder im Nord-Westen des Hauses liegen und der Herd nach Osten ausgerichtet sein, um die vitale Lebenskraft der täglichen Nahrung zu verstärken.

3. Den geistigen Raum stärken 

Nicht nur unser Körper reagiert auf den Ort, an dem wir wohnen, sondern auch die Psyche. Wir alle kennen das, dass wir uns in bestimmten Räumen besonders wohlfühlen, gut konzentrieren können oder besser schlafen als woanders. 

Und ein wichtiger Aspekt für die ganzheitliche Gesundheit ist – neben gesunder Ernährung und ausgleichender Bewegung – auch das psychische Gleichgewicht. Gelingt es uns, den Geist zu zentrieren und zu stärken, so fördert dies die körperliche und mentale Immunität und Belastungsfähigkeit. Dazu empfiehlt Ayurveda eine regelmäßige Yoga- und Meditations-Praxis, welche bestenfalls in den frühen Morgenstunden ausgeführt werden sollte. Ist zudem der Meditationsraum nach Nord-Osten oder Osten – also zum Sonnenaufgang – ausgerichtet, so kann sich mit der aufgehenden Sonne die kosmische Energie in ihrer erneuernden Kraft besonders gut entfalten. 

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Der Körper als Tempel

In den vedischen Wissenschaften wird jeder Körper als Gefäß und als Tempel betrachtet. So wie unser Körper der Tempel ist, in dem unsere Seele wohnt, so ist unser Haus der Tempel, in dem wir mit unserem Körper wohnen.

In diesem Sinne ist der Aufruf „Bleibt zu Hause“ auch eine Aufforderung, dem eigenen Körper und dem eigenen Lebensraum achtsam zu begegnen. Nutzen wir also die Zeit, um die inneren und äußeren Räume so zu gestalten, dass sich unser gesamtes Wesen darin wohlfühlt.

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