„Modern Ayurveda“ – Buchvorstellung

Foodbloggerin und Autorin Katharina Döricht, bekannt als Tasty Katy, hat sich die Zeit für ein Interview mit uns genommen. Wir sind ganz beglückt, dass sie ihren Weg mit Ayurveda bei uns begonnen hat und stellen mit Freude ihr wunderbares Ayurveda-Kochbuch auf unserem Blog vor.

Welcher Weg hat zu diesem bezaubernden Buch voller leckerer Rezepte geführt?

Ich hatte in der Vergangenheit viele gesundheitlichen Beschwerden, wie starke Verdauungsbeschwerden und Gelenkschmerzen. Mir konnte jahrelang kein Arzt helfen, bis ich irgendwann zu einem Arzt gekommen bin, der eine Dysbiose in meinem Darm, sowie den EBV Virus festgestellt hat. Ich hab daraufhin angefangen mich sehr intensiv mit dem Thema Ernährung zu beschäftigen. Wenig später kam dann Yoga dazu. Mein Freund hat mich vor fünf Jahren dazu überredet einen Blog zu starten, auf dem ich mein ganzes Wissen und meine vielen Rezepte teile. Ich bin ihm heute noch unendlich dankbar dafür! Damals waren Themen wie vegan, glutenfrei und zuckerfrei noch nicht so aktuell wie heute. Ca. 1 Jahr nach dem Start von meinem Blog bin ich auf die Rosenberg Ayurveda Akademie aufmerksam geworden und habe mich sehr schnell für eine Ausbildung entschieden. Seitdem spielt Ayurveda eine große Rolle in meiner Arbeit. Vor zwei Jahren habe ich dann auch angefangen Kochkurse zu geben, sowie auf Messen Vorträge und Showcooking zu machen. Immer mehr Menschen kamen auf mich zu und haben nach einem Buch von mir gefragt. So ist es dazu gekommen, dass ich nach einem passenden Verlag gesucht und dieses Buch geschrieben habe. 

Was ist für Dich an der ayurvedischen Ernährungslehre so bereichernd, dass Du Dein Leben danach ausrichtest?

Für mich bedeutet die ayurvedische Ernährungslehre eine Ernährung im Einklang mit der Natur. Ich habe mich vor meiner Ayurveda Ausbildung schon recht bewusst ernährt, allerdings war mir nicht klar, wie wichtig es ist, auf die jeweiligen Jahreszeiten und die individuellen Bedürfnisse zu achten. Ayurveda bedeutet für mich zu verstehen, wie der Mensch in Abhängigkeit von der Natur lebt und wie wir dieses Wissen in unser Leben integrieren können. Gleichzeitig gefällt mir auch sehr gut, dass im Ayurveda so ein großer Wert auf die Verdauung gelegt wird. Ich habe selbst erfahren, wie schlecht es einem gehen kann, wenn die Verdauung nicht gut funktioniert und man ständig Beschwerden hat. Durch das Wissen der ayurvedischen Ernährungslehre konnte ich meinen Körper besser verstehen.

Welche Rezepte erwarten mich in Deinem Buch? Gibt es darüberhinaus weiteres Ayurveda-Wissen?

In meinem Buch erwarten einen über 100 Rezepte, die alle vegan, glutenfrei und ohne industriellen Zucker sind. Es gibt Rezepte für das Frühstück, Mittagessen, Abendessen, Beilagen und süße Speisen.  Außerdem findet man in meinem Buch auch eine Einführung in das Thema Ayurveda, einen Konstitutionstest, ein Gewürz 1×1 und ich gebe darin einige Tipps für eine gesunde Verdauung. 

Wie kreierst Du so vielfältigen Rezept-Ideen? Was dient Dir als Inspiration?

Ich lasse mich täglich von so vielen verschiedenen Dingen inspirieren, wie z.B. der Gemüse- und Obstauswahl auf dem Wochenmarkt oder in Bioläden. Da kommen mir immer schnell Ideen, was man daraus machen könnte. Oft sehe ich auch Rezepte oder alte Klassiker, die aus eher weniger gesunden Zutaten bestehen und frage mich, wie man daraus eine gesündere und verträglichere Version machen könnte. 

Du hast Dein Buch mit „Modern Ayurveda“ betitelt. Auf welche Weise bringst Du die jahrtausendalte Lehre in die heutige Zeit?

Das Ayurveda Wissen ist für mich eine große Bereicherung. Gleichzeitig ist es wichtig, Dinge auch mal zu hinterfragen. Ayurveda ist unglaublich alt und viele Dinge, die vielleicht vor 5000 Jahren sehr gut in die damalige Zeit gepasst haben, sind heute einfach nicht mehr umsetzbar oder in den Alltag zu integrieren. Da sich auch viele Umweltbedingungen verändert haben, ist auch die Qualität der Lebensmittel oft nicht mehr die Gleiche. Aus diesem Grund ist für mich z.B. die Milch kein hochwertiges Lebensmittel mehr. Ich kombiniere die pflanzliche Ernährung mit dem Ayurveda und merke, dass ich mich damit sehr gut fühle und das auch bei anderen Menschen gut ankommt. Auch der moderne Weizen ist heutzutage sehr stark überzüchtet, sodass er von vielen Menschen nicht gut vertragen wird. Alle drei Hauptmahlzeiten am Tag frisch zu kochen ist für viele Menschen einfach unmöglich, deswegen achte ich immer darauf, dass meine Rezepte alltagstauglich sind und man auch mal vorkochen kann.  

Was ist Dir besonders wichtig, was Dein Buch bei seinen LeserInnen bewirken soll?

Eine gesunde Ernährung ist eine Bereicherung für das Leben. Sie hat nichts mit Verzicht zu tun. Mein Buch ist unter dem Leitsatz „Liebe dein Essen und dann liebt es dich“ entstanden. Es geht hier nicht um Diäten, sondern vielmehr um eine Lebenseinstellung, die dem Körper und dem Geist gut tut. 

In Deinem Buch beziehst Du Dich auf vegane Rezepte. Nun ist es ja so, dass der Ayurveda insbesondere Milch als Rasayana empfiehlt, aber auch Fleisch – oft zu medizinischen Zwecken. Warum entscheidest Du Dich bewusst dagegen?

Das liegt daran, dass es mir zum einen sehr viel besser geht, wenn ich keine Milch zu mir nehme. Sie hat bei mir früher schon oft zu Verdauungsbeschwerden geführt und ich mag den Geschmack auch nicht sehr gerne. Zum anderen bin ich der Meinung, dass die Milch heutzutage kein hochwertiges Lebensmittel mehr ist. Wenn man sich die Milchindustrie mal genau anschaut, dann sieht man sehr schnell, dass das absolut nichts mit einer friedvollen und natürlichen Lebensweise zu tun hat. Ich dachte lange, dass es kaum möglich ist den Ayurveda mit der veganen Ernährung zu kombinieren, aber es funktioniert wunderbar!

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