Pubertät

Zeit des Feuers, Zeit der Rebellion

In den unterschiedlichen Lebensphasen stellt die Pubertät eine der natürlichen „Krisenzeiten“ für Körper und Psyche dar. In ihr unterliegt der Organismus einem starken Ungleichgewicht, das durch einen übermäßigen Pitta-Schub verursacht wird. Mit immenser Kraft entfaltet sich das Feuer-Element in dem heranwachsenden Menschen und beeinflusst nun seine Erscheinung, Charakterausprägung, das Hormonsystem, den Stoffwechsel und die täglichen Verhaltensformen. 

So wird die Pubertät aus ayurvedischer Sicht auch als Zeit der Transformation betrachtet. Das Feuer verbrennt übermäßige Kapha-Anteile der Kindheit (Bala) und entfaltet seine aufbauende Kraft, um die Heranwachsenden auf das Leben vorzubereiten. Die Dosha-Dominanz wird nun von Pitta und Kapha geprägt und die positiven Pittaeigenschaften von Charakterstärke, Mut, Zielstrebigkeit, Intelligenz, Fleiß und Erfolgsstreben können sich ausformen. 

Dass dieser Wandlungsprozess von unterschiedlichen Phasen geprägt ist, die z.T. auch von überschießenden und sich negativen ausdrückenden Pitta-Reaktionen geprägt sein kann, können wir direkt bestätigen, wenn wir mit pubertierenden Jugendlichen in engem Kontakt stehen. Sowohl die geplagten Eltern und gestresste Lehrer als auch die Jugendlichen selbst leiden oftmals unter dem hitzigen Gemüt, dem uneinsichtigen Trotz und der überschäumenden Feuerkraft, die sich auch in Form von Aggression, Zerstörungswut und dem starken Drang nach Anerkennung, Unabhängigkeit und  Selbstbestimmung äußern kann.

Um das dynamische Gleichgewicht der Körperkräfte zu fördern, ist es äußerst wichtig, in der Pubertät den körperlichen Reinigungsprozess zu unterstützen, und die psychische Wirkung der Pittadominanz ausgleichend zu begleiten.

Praktische Empfehlungen für die Haut, den Stoffwechsel und den Reinigungsprozess in der Pubertät:

  • Alle bitteren Gemüse und natürlich süßen Getreide, Früchte und Gemüse bevorzugen . Besonders gut sind grüne Blattgemüse (Mangold, Spinat, Chicorée), Artischocken, grüner Spargel, Rote Beete, Gerste, alter Weizen, Mango, Papaya, Melone und süße Äpfel.
  • Alle sauren Speisen meiden. Milchprodukte (Käse, Joghurt), Zitrusfrüchte, saure Beeren, Tomaten und Essig blockieren die Shrotas und fördern Hautbeschwerden.
  • Alle scharfen Speisen meiden (Chili, Pfeffer, Knoblauch, Senf)
  • Täglich 1 TL Ghee mit der Nahrung einnehmen
  • Täglich ½ TL Kurkuma (z.B. in warmer Milch oder Wasser) einnehmen

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