Yoga im Retreat erleben

Der Winter ist allmählich vorbei, doch die Kälte wird noch eine Weile bleiben. Wie wirkt sich dies auf die Yoga-Übungspraxis aus und was wird sich nun in den kommenden Monaten verändern?

Der Winter hat uns zu sanftem, ruhigem, atemorientiertem Yoga geführt. Die Kräfte bewahren, gesund bleiben, den Erkältungen aus dem Wege gehen – all dies stand im Vordergrund der Winterpraxis.
Nun nach der Wintersonnenwende spüren wir das Verlangen nach mehr Energie und Kraft, um der Müdigkeit zu entfliehen. Damit wir die eigene Praxis kreativ verändern können, braucht es aber nicht nur Fantasie und solide Grundkenntnisse der Anatomie, sondern auch eine realistische Einschätzung der eigenen Möglichkeiten.
Nicht jede Asana, die in einem Buch oder einer Gemeinschaftsstunde unterrichtet wird, ist tatsächlich für mich geeignet. Daher ist die eigene Übungspraxis so entscheidend, um Asanas zu praktizieren, die mir zwar nicht leichtfallen, mich aber individuell fordern und nicht zu Verletzungen führen sollten.

Besonders bei den Vorwärtsbeugen, die in jeder Gruppenstunde unterrichtet werden, sind die meisten Schüler überambitioniert. Uttanasana (Vorwärtsbeuge im Stehen) und Pashimottansana (Vorbeuge im Sitzen) verleiten zum leidenschaftlichen Einsatz von Zugkräften auf die Rückenmuskulatur.
In der eigenen Übungspraxis können wir uns für solche fordernden Übungen den notwendigen Zeitrahmen gönnen, was uns dann aber fehlt, ist die geduldige, freundliche Korrektur durch unsere Lieblingslehrerin.

Wie also die Balance finden zwischen den eigenen Möglichkeiten und Grenzen und den neuen Herausforderungen der Gruppenstunde?

Daher empfehle ich von Herzen, einmal ein gutes Retreat auszuwählen.

In einem Retreat hast Du die Möglichkeit, Dich intensiv mit Deinem aktuellen Asana-Programm auseinanderzusetzen, neue Anregungen zu bekommen und Dich einmal ganz losgelöst vom Alltag in die tieferen Erfahrungsebenen des Yoga zu begeben.
Wenn ich in der Europäische Akademie für Ayurveda meine Wochenend-Kurse für das YogaChikitsa Aufbaustudium gebe, dann haben wir als Gruppe manchmal das Gefühl, dass wir am Abreisetag eigentlich gerne weitermachen würden. Das herzensbetonte Gemeinschaftsgefühl und das zuverlässige Vertrauen haben sich sanft entwickelt, das gemeinsame Lernen neuer Atemtechniken oder neuer Betrachtungsebenen einer Asana hat uns einander näher gebracht, als es oft Gespräche können, und wir sind bereit, uns auf eine tiefergehende Innere wie äußere Praxis einzulassen. Die immer freundliche und großartige ayurvedische Küche im Haus erfüllt uns zudem mit neuen Ideen für unser eigenes Zuhause.

So bringt uns jeder weitere Kurs einander näher und es eröffnen sich neue Erlebenswelten in der Asana, im Atem und großes Vertrauen, um die persönlichsten Fragen stellen zu können.
In einem Retreat haben wir die besondere Situation, in einer geschützten Umgebung über mehrere Tage hinweg an einem bestimmten Thema konzentriert zu arbeiten.
Die Gruppe gibt Sicherheit und neue Anregungen, sie fordert und unterstützt.
In einem Retreat finden wir daher zu unserem persönlichen Yoga. Jede Bewegung ist wieder neu erfahrbar, wenn sie noch einmal anders angeleitet wird. Jede Adhomukhashvanasna (abwärts schauender Hund) wird uns ein weiteres Stück tiefer in das Erleben der Asana führen, als es in einer Übungsstunde an einem Donnerstagabend möglich ist.
Hinzu kommt die Gelegenheit, mit Menschen, die ähnliche Erfahrungen zur selben Zeit machen, einen kreativen Austausch zu führen und sich in seinem Erleben bestätigt zu fühlen.

Komm daher mit auf die Reise!

Das Rosenberg Ayurveda Gesundheits- und Kurzentrum bietet unter Anleitung meiner Kolleginnen verschiedene Retreats an, während unter meiner Leitung verschiedene Ausbildungen zum Thema Yoga angeboten werden, die Dir überraschende Einsichten bringen werden.

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